Reisedatum unbekannt

architekturMEILE

Ein Rundgang zu 28 Bauten aus 4 Jahrhunderten in der Westerceller Vorstadt

Bauhaus-Architektur

Entdecken Sie Neues Bauen im Bauhausstil in Celle

Mit über 490 originalgetreu restaurierten Fachwerkhäusern stellt Celle als "Fachwerkjuwel an der Aller" das größte geschlossene Fachwerkensemble Europas dar und zählt zu einer der schönsten Fachwerk- und Residenzstädte Deutschlands. Viele kennen das pittoreske Welfenschloss sowie das moderne 24-Stunden-Kunstmuseum, direkt neben dem ehrwürdigen Bomann-Museum in der Altstadt.

Wenige wissen, dass Celle quasi der Geburtsort des Neuen Bauens ist und beim Thema Bauhaus-Architektur in der Liga von Weimar und Dessau mitspielt.
Sowohl quantitativ, betrachtet man die Vielzahl der wunderbar erhaltenen und teilweise noch in der ursprünglichen Bestimmung genutzten Bauwerke, als auch qualitativ, wenn man z.B. an die Altstädter Schule denkt, die in den 20er Jahren als „Glasschule“ internationale Aufmerksamkeit erlangte und Besucher aus aller Welt anzog.
Und es kamen so viele Besucher, dass die damalige Schulleitung die Besichtigungen auf Donnerstag nachmittags und Samstag vormittags legen musste und 50 Pfennige Eintrittsgeld erhob, wofür Milch für die Schüler gekauft wurde.

Fakt ist, dass die auch heute noch als Grundschule genutzte “Glasschule” zu den wichtigsten Bauhaus-Gebäuden weltweit zählt und UNESCO-würdig ist.

Zu verdanken hat Celle diese architektonisch globale Bedeutung dem Architekten Otto Haesler, der während der Weimarer Republik durch sehr innovative, technisch-konstruktive Besonderheiten und das konsequenten Bekenntnis zur sozial verträglichen Funktionalität - vor dem Hintergrund eines enormen finanziellen Spardrucks - den durch Wohnungsnot charakterisierten Nachkriegszeitgeist aufgreift und den sozialen Wohnungsbau perfektionierte.

Durch seine klare Formsprache, die Nutzung von Grundfarben und die Einbeziehung in Celle hergestellter Stahlrohrmöbel zählt er neben Walter Gropius und Hannes Meyer zu den Pionieren und Wegbereitern des Neuen Bauen bzw. der Bauhaus-Architektur.

Viele dieser Baureihen wie z.B. die farblich imposante rot-blaue Siedlung Italienischer Garten und weitere Haesler-Gebäude wie das Direktorenhaus sowie das mit viel detailtreue betriebene Haesler-Museum stehen zur Besichtigung offen.

Für das Bauhaus – Jubiläumsjahr 2019 sind zudem weitere Veranstaltungen und Aktivitäten geplant.

Thematische Führung: Bauhaus-Architektur - vom Italienischen Garten zur Glasschule

Haesler-Stadtplan

„De mut erst komen up de Welt, de baut wat allen wol gefällt“ (Otto Haesler)
Am Rande der Celler Altstadt führt unser Rundgang zu den Gebäuden des Architekten Otto Haesler. Er war einer der ersten deutschen Architekten, der die herkömmliche Ziegelbauweise durch ein Stahlskelett ersetzte. Seine Wohnsiedlungen für Familien mit kleinem Einkommen, aber auch die „Glasschule“ und z.B. das „Direktorenwohnhaus“ hatten Vorbildfunktion für die moderne Architektur. Sie sind bedeutende Beispiele des „Neuen Bauens“ zur Zeit der Weimarer Republik.

Verschiedene Bauhaus-Führungen - sind zu Fuß, per Rad und per Segway sind ab Frühjahr 2018 verfügbar! Terminanfragen sind jetzt bereits möglich

Auch interessant!

Das NDR-Fernsehen brachte im Mai diesen Jahres einen Beitrag zum Thema: Bauhaus im Fachwerkidyll im Rahmen der Sendung Landpartie

Otto-Haesler-Museum
Galgenberg 13
29221 Celle
Tel.: +49 5141 217487
Mobil: 0170 4480045
info@haeslerstiftung.de
www.otto-haesler-stiftung.de

Jeden 1. Sonntag im Monat
15:00 - 18:00 Uhr.

Außerhalb dieser Zeit nach tel. Vereinbarung.

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