Reisedatum unbekannt

Informationen unter:
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Tel.: +49 5141 12373
10.00 Uhr - 16.30 Uhr
(Dienstag bis Sonntag)
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Als die Royals aus Hannover kamen

Im Oktober 1714 bestieg der Kurfürst von Hannover als König Georg I. in London den britischen Thron.

Von da war der Welfenfürst Herrscher über beide Reiche - wie die vier Könige nach ihm. Anlässlich des 300. Jubiläums dieser Personalunion erinnert das Land Niedersachsen in diesem Jahr mit der großen kulturhistorischen Ausstellung "Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837" an die 123 Jahre dauernde Epoche, als die Royals aus Hannover kamen.

So unterschiedlich beide Länder hinsichtlich ihrer staatlichen Verfassung sowie ihrer wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse auch waren, so ergaben sich für die Dauer der Personalunion doch vielfältige politische Einflüsse und Wechselwirkungen.

Diese sollten die gesellschaftliche Entwicklungin Großbritanien und Hannover und die Kulturen beider Länder wesentlich beeinflussen: in die Kunst und Architektur, in der Musik und in der Mode, in der Wissenschaft und in der Landwirtschaft. Neben der Ausstellung im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover laden auch das neu errichtete Schloss Herrenhausen, das Historische Museum Hannover, das Museum Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst sowie das Residenzmuseum im Celler Schloss ein, die ereignisreiche Zeit, in der Hannovers Herrscher auf Englands Thron regierten, kennenzulernen. Dazu machen zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, die britische Teatime und Sportevents die Zeit lebendig, als die Royals aus Hannover kamen.

Historischer Hintergrund

Warum die Royals aus Hannover kamen

Kurfürstin Sophie von Hannover ist so etwas wie die "Mutter" der Personalunion: Die Gattin von Ernst August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, war 1701 als letzte noch lebende protestantische Enkelin des Stuartkönigs Jakob I. vom britischen Parlament zur designierten Thronfolgerin ernannt worden (Act of Settlement).

Nach ihrem Tod am 8. Juni 1714 übertrug sich ihr Erbanspruch auf ihren Sohn Georg Ludwig, der wenige Wochen später nach dem Ableben der Königin Anne als Georg I. den englischen Thron bestieg.

Mit der Krönung des hannoverschen Kurfürsten zum König von Großbritannien am 20. Oktober 1714 in Westminster Abbey wurde die Personalunion rechtskräftig, die nachfolgend auf Georgs rechtmäßige Erben, die Könige Georg II., Georg III., Georg IV. und Wilhelm IV. überging.

Das britische Königreich und das Kurfürstentum Hannover blieben 123 Jahre lang bis zum Ende der Personalunion staatsrechtlich voneinander getrennt und waren nur in der Person des Monarchen verbunden.

Erst mit dem Regierungsantritt Königin Viktorias in Großbritannien im Jahr 1837 wurde die Personalunion aufgelöst, da die Erbfolgeregeln in Hannover eine weibliche Thronfolge nicht vorsahen.

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