Reisedatum unbekannt

Informationen unter:
Schloss-Infocounter
Tel.: +49 5141 12373
10.00 Uhr - 16.30 Uhr
(Dienstag bis Sonntag)
fuehrungen@celle-tourismus.de

Ausstellungen

Zum 300. Jubiläum der Personalunion finden vom 18. Mai bis 5. Oktober 2014 in und um Hannover gleich 5 Ausstellungen statt. Sie präsentieren die verschiedenen Aspekte dieses ungewöhnlichen Themas und laden dazu ein, die ereignisreiche Epoche der Hannoveraner Herrscher auf Englands Thron kennen zu lernen. Die zentrale Ausstellung findet im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover statt.

Eine Kutsche und zwei Königreiche. Hannover und Großbritannien 1814-1837

Ort: Historisches Museum, Hannover

Der Staatswagen Nr. 1 steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Die repräsentative Kutsche wurde 1782 für die Zeremonie des "opening of parliament" in London gebaut. 1814, nach dem Sieg über die napoleonischen Truppen und der Erhebung Hannovers zum Königreich, wurde sie auf das Festland gebracht. Sie stand König Georg IV. 1821 bei seinem lang ersehnten Besuch in Hannover zur Verfügung. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Staatswagens, der in einzigartiger Weise die personelle Verbindung zwischen Großbritannien und Hannover veranschaulicht. Zudem porträtiert sie das junge Königreich Hannover vor dem Hintergrund der britischen Weltmacht: die Welfenherrscher und ihre Repräsentanten vor Ort, die politischen Auseinandersetzungen um Verfassung und Agrarreformen, die weitgehend traditionelle Wirtschaft sowie die Residenzstadt Hannover, die der Hofbaumeister Laves eindrucksvoll umgestaltete.

Das Haus Hanover und die Zeit der Personalunion im Spiegel der englischen Karikatur

Ort: Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover

Die Ausstellung stellt repräsentativen Bildnissen englischer Herrscher ihre karikaturistische Verfremdung gegenüber. Hofintrigen, Ränkespiele und Sex-Skandale geben seit je her Anlass zur Kritik: von den Einblattkarikaturen vor 300 Jahren bis zur Pressekarikatur des 20. Jahrhunderts und den »jungen Digitalen« der Gegenwart. Mit ca. 250 hochkarätigen Arbeiten nimmt die Ausstellung in sechs Kapiteln britische Politik und Gesellschaft schlaglichtartig in den Blick. Leihgaben internationaler, vor allem britischer Museen und Sammlungen sowie zeitgenössischer Cartoonisten ergänzen die reichen Bestände des Museums Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst. Die Kapitel befassen sich mit der Geschichte der Personalunion, den Royals in Person, mit ihren Premierministern und mit dem Verhältnis der Briten zum Ausland – zu Napoleon, zu den Kolonien oder heute zu den EU-Staaten. Gleichzeitig wird die Bedeutung der modernen politischen Bildsatire hervorgehoben. Den großen Namen der britischen Karikaturgeschichte von William Hogarth, über James Gillray, Thomas Rowlandson und George Cruikshank folgen herausragende Satiriker der Gegenwart wie Ralph Steadman, Gerald Scarfe, Steve Bell oder Martin Rowson.

Reif für die Insel. Das Haus Braunschweig-Lüneburg auf dem Weg nach London

Ort: Residenzmuseum im Celler Schloss

Die Ausstellung widmet sich dem machtpolitischen Aufstieg der Welfen. Das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg war nach dem Dreißigjährigen Krieg zersplittert und hatte stark an Einfluss und Bedeutung verloren. Rund 65 Jahre später sollte es jedoch eine europäische Größe darstellen, deren Herrscher die Königskrone Großbritanniens trugen. Diese Entwicklung wurde vom Herrschergeschlecht systematisch durch Heiraten, Kriege und Feste vorangetrieben. Die Welfen organisierten ihren Staat neu und schufen damit auch finanziell die Basis für eine Machtsteigerung. Die Stadt Celle bietet in den historischen Räumlichkeiten des Residenzschlosses an Originalschauplätzen einen einmaligen Einblick in die Vorgeschichte der Personalunion und das Leben der damaligen Zeit.

Laden Sie sich das Begleitprogramm "Reif für die Insel" als PDF-Datei herunter.

Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837

Ort: Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

Wie kam es, dass ein deutscher Fürst auf einmal Herrscher eines Weltreiches wurde? Wie wurden die "Könige mit Migrationshintergrund" in Großbritannien aufgenommen? Und was haben Gullivers Reisen mit Politik zu tun? Antworten auf diese und zahlreiche andere Fragen gibt die zentrale Ausstellung, die mehr als nur das Wirken der fünf Könige der Personalunion beleuchtet. Zwischen London und Hannover gab es einen fruchtbaren Austausch in Wissenschaft und Kunst; dieser wird mit wertvollen Objekten aus aller Welt illustriert und in Mitmachstationen anschaulich gemacht. Die Prachtentfaltung am Hof in London ist dabei ebenso Thema wie die Gründung der Universität Göttingen, das Wirken Georg Friedrich Händels am Londoner Hof und der Einfluss englischer Mode in Hannover.

Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837

Ort: Museum Schloss Herrenhausen, Hannover

Zum 300. Jubiläum der Personalunion wurde die welfische Sommerresidenz Schloss Herrenhausen, die 1943 niederbrannte, wieder errichtet. Hier in den Museumsflügeln des Schlosses wird ein wichtiger Teil der Niedersächsischen Landesausstellung präsentiert. Die Schau erzählt vom jungen Kurfürstentum Hannover am Vorabend und in den ersten Jahren der Personalunion. Sie berichtet von der Machtpolitik des Kurfürsten Ernst August (1635-1698), seiner Ehe mit Sophie von der Pfalz (1630-1714), der "Mutter" der Personalunion. Im Westflügel des Schlosses erwartet die Besucher eine einmalige Begegnung mit der Sammlung des Reichsgrafen Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn (1736-1811). Als unehelicher Sohn Georgs II. in England geboren und aufgewachsen, brachte er von der Insel die Leidenschaft für Kunst nach Hannover und gründete hier eine bedeutende Sammlung von Antiken und Gemälden. Ein großer Teil dieser Kostbarkeiten wurde jedoch 1818 versteigert. Nach über 200 Jahren werden einige Highlights aus internationalen Museen wieder in Hannover zu sehen sein.

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