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architekturMEILE

Ein Rundgang zu 28 Bauten aus 4 Jahrhunderten in der Westceller Vorstadt

Celler Fachwerk

Eines der dichtesten Fachwerkensembles weltweit!

Celle hat eines der konzentriertesten Fachwerkensembles weltweit mit einmaliger Dichte an Sichtfachwerk. Hier stehen über 480 Fachwerkhäuser, die mit einer ungeheuren Fülle an Fachwerkschmuck und malerischen Details versehen sind, darunter auch der Renaissancetreppenfries, den es so nur in Celle gibt! Rund 26 Fachwerkhäuser pro Hektar zählt man in der Celler Altstadt. Damit gehört sie zu den Städten weltweit mit einzigartiger Dichte innerhalb eines geschlossenen Stadtensembles.

 

Dazu kommt Fachwerkschmuck vom Feinsten

Die Fachwerkhäuser der Celler Altstadt stammen aus den vergangenen 600 Jahren. Der früheste Fachwerkschmuck bestand aus Treppenfriesen, Laubstäben und figürlichen Darstellungen. Alle drei Schmuckformen sind in der Celler Altstadt zu entdecken. Neben einem farbenfrohen und ausgeprägten Fachwerkschmuck lassen sich auch eine ungeheure Fülle malerischer Details wie Erker, Balken, Luken, Rollen, Türen und Fenster sowie Hofeinfahrten aus allen Stilepochen finden. Mehr als 60 Fachwerkgebäude repräsentieren die städtische Hauslandschaft Norddeutschlands mit einem großen Schmuckreichtum und zahlreichen Baudetails.

Entwicklung des Treppenfrieses in Celle

Etwas ganz Besonderes ist die Entwicklung des Treppenfrieses in Celle. Dem frühesten einfachen dreistufigen Treppenfries begegnet man am Haus in der "Neuen Straße 32". Ab 1530 wurde dann der Renaissancetreppenfries entwickelt - das Besondere daran war, dass die zweite Stufe nicht mehr mit einer Ecke, sondern als Kehle ausgebildet wurde. Das erste Gebäude mit dem Renaissancetreppenfries war das Haus in der "Neuen Straße 11". Die Entwicklung des Renaissancetreppenfrieses ist außerhalb Celles kaum bekannt und gibt es so nur hier.

Spannendes reiches und harmonisches Fachwerkstadtbild

In der Altstadt begegnen einem Fachwerkbauten aller Stile - von der Gotik über Renaissance, Barock, Klassizismus, Eklektizismus, Moderne bis zur Postmoderne. Stockwerkanzahl, Höhe und Größe der Bauten sind sehr unterschiedlich, was Celles spannendes und trotzdem harmonisches Stadtbild ausmacht.

Celle hat auch den ältesten großen mittelalterlichen Stadtgrundriss mit Schloss, Turnierplatz, Kirche, Marktplatz, Rathaus und geschlossener Bürgerstadt aus dem Jahre 1292. Die strenge Dreiteilung der Stadt, der mittelalterliche Idealgrundriss und das harmonische Ganze sind bis heute erhalten geblieben.

Fachwerk in Celle erleben

Genießen Sie das Celler Fachwerk bei einer Stadtführung, bei einer Shoppingtour durch die mittelalterlichen Gassen oder einfach bei einer Tasse Kaffee oder einem Stück Buchweizentorte in einem der beliebten Cafés in der Altstadt.