Reisedatum unbekannt

Foodtrucks kommen am Sonntag nach Celle

Am Sonntag, 3. April, wird die Celler Stechbahn ab 12 Uhr zum Foodtruck-Village. Ein Dutzend Verkaufswagen wird auf dem historischen Turnierplatz Aufstellung nehmen und den Besuchern hochwertige Speisen anbieten. Die Grundidee der Foodtrucks ist es, sich jeweils auf wenige Gerichte von hoher Qualität zu spezialisieren, diese zu variieren und ständig zu verbessern. Das ist der wichtigste Unterschied zu dem, was man üblicherweise als Imbissbude bezeichnet.

„Die Kunden wollen Qualität, regionale Produkte und keine aufgewärmten Fertiggerichte“, sagen die Veranstalter. „Ein einzelner Imbisswagen würde eine breite Palette an Speisen anbieten und setzt sich der Gefahr aus, durch diese Vielfalt immer mehr Tiefkühlware einsetzen zu müssen. Die Authentizität ginge verloren.“ Mobile Küchen gibt es natürlich schon bedeutend länger. 1866 startete ein gewisser Charles Goodnight zusammen mit einem Koch seinen „Chuckwagon“, mit dem er Cowboys auf ihren langen und beschwerlichen Wegen zu den Weidegründen mit Essen versorgte. Mit dem Chuckwagon entstand auch das heute typische Bild der Siedlertrecks, die durch Indianergebiet nach Westen zogen. Immer dabei: die Vorläufer der heutigen Foodtrucks.

In Deutschland waren Anfang des 19. Jahrhunderts Feldküchen die ersten Foodtrucks. 1850 meldete ein Hamburger Apotheker einen mobilen Feldkochherd zum Patent an. Die Erfindung wurde umgehend zur mobilen Versorgung eingesetzt und kam unter dem Begriff „Gulaschkanone“ in Kriegszeiten zum Einsatz. Nach dem Krieg waren die Foodtrucks hierzulande in amerikanischen Kasernen als mobile Gastronomie sehr verbreitet. Letztlich startete von dort aus ein wahrer Foodtruck-Boom. Ab 2010 ging es dann Schlag auf Schlag. Die erste Foodtrucker-Vereinigung wurde gegründet. In Nürnberg ging der „RibWich-Foodtruck“ auf die Straße. In Folge kamen immer mehr Menschen auf den Geschmack dieser innovativen Art der Verköstigung. „Das Besondere bei uns in Deutschland ist aber, dass von Anfang an die Qualität der angebotenen Gerichte eine sehr große Rolle spielte. Mit regionalen Zutaten und leidenschaftlichen Rezepten treffen die Foodtrucker zudem auch den Nerv der Vegetarier, Veganer und sich bewusst Ernährenden.“

Auf der Stechbahn können sich die Besucher unter anderem auf kalifornisch-mexikanische Burritos, kanadisch-indianisches Barbecue aus dem Smoker oder auf Köstlichkeiten aus Polen freuen. Regionale Burger und Würstchen-Variationen werden genauso angeboten wie vegane Fastfood-Burger und Seitan-Wraps, vegane belgische Waffeln und kalorienbewusste Burger aus Freilandrind. Neugierig machen vielleicht die hausgemachten Arepas und Tamales aus Südamerika sowie der „Soulfood Truck“, der mit dem „Great Taste Of New Orleans“ an den Start geht.