Rundwanderweg Altencelle C1

Auf einen Blick

  • Start: Ahnsbecker Weg/Im Sande
  • Ziel: Ahnsbecker Weg/Im Sande
  • 14,82 km
  • 3 Std. 36 Min.
  • 29 m
  • 53 m
  • 37 m
  • Wandern

Beste Jahreszeit

Auf diesem 15 km langen Rundweg erkunden Sie Spuren der über 1000-jährigen Geschichte von Altencelle. Erfahren Sie, wo einst die Allerfurt mit der Brunonenburg lag. Spazieren Sie durch den mittelalterlichen Ortskern mit den typischen Bauernhöfen. Bestaunen Sie alte, knorrige Eichen, die Sie auf Ihrem Weg begleiten. In der Umgebung genießen Sie Weitblicke über die Allerniederung, stoßen auf das Gleisbett der alten Allertalbahn und entdecken eine bewaldete Düne.


Allgemeine Informationen

Informationen
  • Kulturell interessant
  • Rundweg
  • Beschilderung
Startort

Altencelle

Wegbeschreibung

Rundwanderweg Altencelle über Osterloh und Bockelskamp, ca 15 km
 
Unsere geschichtliche Spurensuche startet an einer kleinen Lichtung im Wald nordöstlich von Altencelle. Eine Übersichtstafel kennzeichnet den Startpunkt. Von hier folgen wir dem Osterbruch-Kanal , zunächst auf einem breiten Weg, von dem bald ein schmaler Pfad nach links abzweigt. Über uns breiten sich die Kronen von Eichen, Kiefern, Erlen und Birken aus, der Boden ist von einem Teppich aus Blaubeerpflanzen bedeckt. Immer tiefer schneidet sich der Kanal in den Boden ein. Mit dem dichten Uferbewuchs mutet er wie ein Bach an. Nur sein schnurgerader Verlauf erinnert daran, dass dies ein von Menschenhand geschaffener Graben ist. Eine Info-Tafel am malerischen Uferrastplatz erläutert seine Geschichte.

Gesäumt von alten Eichen führt unser Weg am Waldrand entlang nach Süden. Wir erleben einen spannenden Blickwechsel zwischen Wald und Feldern.
 
Bald verläuft der Weg parallel zu einer Erhebung: den Osterloher Alpen. Dieser riesige Sandberg wurde einst am Ufer der Aller angeweht. Der bewegte Pfad auf dem Hügel bietet herrliche Ausblicke auf die Allerniederung. Hier hat man dem Fluss ein Stück Natur zurückgegeben: Folgen Sie den Wegweisern zum NABU-Projekt, um die Schönheit und Artenvielfalt der Renaturierungsflächen zu entdecken.

Der Rundweg führt weiter nach Osterloh, das uns mit einer Mischung aus traditionellen Heidehöfen und modernen, teils villenartigen Wohnhäusern empfängt.

Wir verlassen den Ort Richtung Süden und treffen am Osterloher Wehr auf die revitalisierte Flussschleife der Aller. Begleitet von einem Panoramablick in die Aue wandern wir am Flusslauf entlang über Felder und Wiesen. Kurz vor Bockelskamp treffen wir auf einen überdachten Grillplatz.
 
In Bockelskamp biegen wir rechts ab und laufen parallel zum Alten Bahndamm der Allertalbahn, die einst von Gifhorn über Celle nach Verden verlief. Der Abschnitt, den Sie hier sehen, wurde 1913 eröffnet. Im Jahr 1993 fuhren die letzten Güterzüge auf der Strecke. Durch ein kleines Wäldchen gelangen wir auf freies Feld und streifen das Industriegebiet von Altencelle. Hier trifft die landwirtschaftliche auf industrielle Nutzung: Links große Industriehallen namhafter Firmen, rechts des Weges Hühner und Gänse, die rund um die Mobilställe picken und grasen.
 
Wir erreichen nun Altencelle und wandern am östlichen Ortsrand entlang, von dem aus sich immer wieder Blicke auf Felder, Wiesen und den Flusslauf eröffnen. Verpassen Sie nicht die nächste Rastmöglichkeit, wo Sie Informationen zur Nienburg finden. Jüngste Ausgrabungen (2013/14) ergaben, dass dort seit der frühen Eisenzeit ein Gehöft stand und nicht – wie lange vermutet – ein Kastell Karls des Großen. Folgen Sie durch das Neubaugebiet den Ausschilderungen bis zum historischen Ortskern von Altencelle.
Es erwarten uns alte Heidehöfe im Schatten knorriger Eichen sowie ein kleiner Platz, auf dem alljährlich ein historischer Dorfmarkt abgehalten wird. Ganz in der Nähe laden Hofläden familiengeführter Betriebe zum Einkauf von Bioerzeugnissen und anderen landwirtschaftlichen Produkten ein.

Unsere Wanderung führt vorbei am Denkmal „1000 Jahre Altencelle“. Der Gedenkstein und die neu gepflanzte Eiche erinnern an die 1000-Jahrfeier im Jahr 1992. Wir erreichen die Gertrudenkirche , die ursprünglich im Zentrum des alten Celle lag. Nach der Stadtverlegung Celles um 1292 verlor die Kirche ihre Bedeutung und verfiel. Vom Wiederaufbau im 14. Jahrhundert zeugen u. a. gotische Elemente, wie das Spitzbogenportal oder die schlanken Rundbogenfenster.
 
Zur Frage, wie weit sich das ursprüngliche Celle von der Gertrudenkirche nach Norden ausdehnte, haben archäologische Grabungen von 2012 bis 2015 neue Erkenntnisse gebracht. Ältere Untersuchungen belegen, dass sich auf dem Gelände des heutigen Hofes Schulz-Wallheinke einst die so genannte Brunonenburg befand, die den damaligen Siedlungsplatz „Kellu“ sicherte. Der Name „Kellu“, 992 erstmals erwähnt, bedeutet „Bucht“ (vgl. „Kiel“) und verweist auf die Tatsache, dass die Aller einst in einem Bogen direkt durch Altencelle floss. Unscheinbare Teiche am Wegesrand sind die Überreste dieser alten Flussschleife. Von der Allerbrücke aus können wir noch einen letzten Blick über den Fluss schweifen lassen, der das Leben der Menschen über Jahrhunderte prägte und noch heute den landschaftlichen Charakter der Region bestimmt.

Sicherheitshinweise

Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen. Achten Sie darauf, genügend Wasser zum Trinken dabei zu haben.

Ausrüstung

Es ist keine besondere Ausrüstung erforderlich, um diese Wanderung zu unternehmen.

Tipp des Autors

Nehmen Sie sich Proviant für ein kleines Picknick mit. Unterwegs laden immer wieder Bänke für eine kurze Rast ein. Denken Sie daran, Ihren Abfall wieder mitzunehmen.

Anfahrt

Aus Richtung Celle/Zentrum kommend, biegen Sie links in die Baker-Hughes-Straße ab und folgen dieser bis zur Abbiegung rechts in den "Ahnsbecker Weg".

Aus Richtung Braunschweig kommend (B214), biegen Sie in Altencelle an der Kreuzung in die "Große Redder" ab. Am Ende der Straße biegen Sie wieder rechts in die "Alte Dorfstraße" ab und folgen bis zur Abbiegung rechts in den "Ahnsbecker Weg".

Parken

Hauptstartpunkt des Rundwanderwegs ist der Ahnsbecker Weg/Im Sande, wo auch ein Parkplatz hergerichtet wurde.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit den Bussen der CeBus können Sie von Celle nach Altencelle fahren. Für eine aktuelle Auskunft für Ihre An- und Abreise besuchen Sie www.cebus-celle.de. Dort können Sie tagesaktuell Ihre Fahrplanauskunft einholen.
mögl. Haltestelle in Celle: Celle Schlossplatz
Haltestelle in Altencelle: Küsterstraße

Unser Tipp: Starten Sie den Rundwanderweg einfach bei Station 13. Dafür einfach die Alte Dorfstraße überqueren und der Straße "An der Gertrudenkirche" folgen.

Karten

"Auf den Spuren der Geschichte" - Rundwanderweg Altencelle (Flyer erhältlich in der Tourist Information Celle)

Streckenbeschilderung

Der komplette Weg ist mit Info- und Thementafeln versehen. Er führt fast ausschließlich entlang vorhandener öffentlicher Wege. Ein rotes C1 auf Wegweisern und Markierungspfosten kennzeichnet die Route.

Weitere Informationen

Der Rundweg kreuzt mit dem Jakobusweg und der Via Romea zwei Pilgerwege sowie den Wanderweg "W4" Wienhausen und den "Aller-Radweg".

Wetter

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